Unser katholisches Profil
Georg ist der Patron all derer, die sich schutzlos und ausgeliefert fühlen. Ohnmächtig gegenüber Gewalt, Ungerechtigkeit, Angst, depressiven Gefühlen. Ohnmächtig gegenüber unseren Schattenseiten.
Aber die Legende vom heiligen Georg zeigt uns, dass wir nicht schutzlos und ausgeliefert sind. Wir haben die Kraft in uns, mit der wir uns wehren können. Nicht den Machtkampf aufnehmen mit dem, der (das) uns droht, sondern standhaft sein, in sich zu stehen, zu sich zu stehen.
„Mutig wie Georg“
Aus dieser Grundhaltung, im Glauben an Gott wollen wir unsere pädagogische Arbeit gestalten. Wie uns der heilige Georg zeigt: Wir dürfen mutig sein, wir haben die Kraft und Gott ist bei uns.
Wir fühlen uns unserem Namensgeber verpflichtet und sind bestrebt, die Lehre seines Lebens weiter zu geben.
Die Grundlage für unsere Arbeit im Bezug auf alle Beteiligten sind die Prinzipien der christlichen Soziallehre:
- Solidarität:
- Zusammengehörigkeitsgefühl, füreinander einstehen
- Personalität:
- Gesamtheit der das Wesen ausmachenden Eigenschaften
- Subsidiarität:
- größtmögliche Verantwortung in die kleinstmögliche Einheit übertragen Maria Montessori „Hilf mir es selbst zu tun“
- 1. Das Kind soll schrittweise befähigt werden, in konkreten Situationen solidarisch mit anderen zu handeln und dabei sich selbst zu finden.
DeshalbUm diesen Zielen gerecht zu werden ist die kontinuierliche und dokumentierte Beobachtung unerlässlich für unsere Arbeit.
- a) ist die Gewissensbildung und damit verbunden die Möglichkeit, Verantwortung für sich und andere tragen zu lernen wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
- b) sind Zusammenhänge erfassen und flexibel sein Voraussetzung für Urteilsfähigkeit und sinnvolle Planung. Diese zählen zu den wichtigsten Faktoren, um Leben zu gestalten, das Denken zu entwickeln und die Intelligenz zu fördern.
- c) ermöglichen wir Grunderfahrungen wie Zuwendung, Geborgenheit, Freiheit mit ihren Grenzen und Zuordnung zu verschiedenen Gruppen, um die Erlebnisfähigkeit zu vertiefen.
- d) wollen wir den Glauben erfahrbar machen durch die Öffnung für Gott, Schöpfer und Erhalter, Geist der Liebe, Erlöser und Glauben an die Kirchengemeinschaft, als Grundstein, um den Sinn des Lebens zu erkennen.
- e) werden die Kinder bei der Wahrnehmung ihrer Rollen- und Geschlechtsidentität unterstützt. Beide Geschlechter sind gleichberechtigt.
- 2. Wir legen Wert auf eine transparente und wertschätzende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zum Wohle der Kinder.
- 3. Um auf die gesellschaftliche Entwicklung zu reagieren, sorgen wir für eine Vernetzung mit anderen Kindertageseinrichtungen, dem Träger, der Pfarr- und Kirchengemeinde, der Schule, kulturellen, sozialen, medizinischen und familienunterstützenden Einrichtungen und Diensten, sowie der Gemeinde und anderen Ämtern.
- 4. Um eine hohe Arbeitszufriedenheit für jede Mitarbeiterin zu erzielen, streben wir eine effiziente und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Team an.
- 5. Im Hinblick auf einen verantwortungsbewussten Umgang, sowohl mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, als auch mit personellen Ressourcen, ist es unsere Aufgabe wirtschaftlich und effizient hauszuhalten.
- 6. Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen, welches, bedingt durch die demografische und wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft, sich dem verschärften Wettbewerb unterziehen muss. Aus diesem Grund wird eine umfangreiche und informative Öffentlichkeitsarbeit immer wichtiger.
Auf dieser Basis wollen wir den Bildungs- und Erziehungsplan in unserer Arbeit umsetzen.
Über diese, für unsere Einrichtung wichtigen Grundlagen hinaus sind die Anforderungen durch den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für uns verbindlich.
1. Die Basiskompetenzen fördern:
Personale Kompetenz
Selbstwahrnehmung
Motivationale Kompetenzen
Kognitive Kompetenzen
Physische Kompetenzen
Soziale Kompetenzen
Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz
Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
Lernmethodische Kompetenz – Lernen, wie man lernt
Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
2. Die Kinder ein Stück im Leben begleiten:
Übergang von der Familie in die Kita
Übergang in nachfolgende Einrichtungen
Übergang in die Grundschule
Erfahrungen mit Kindern unterschiedlichen Alters
Erfahrungen mit Kindern unterschiedlichen Geschlechts
Erfahrungen mit Kindern unterschiedlicher Kultur
Erfahrungen mit Kindern unterschiedlicher Behinderung
Erfahrungen mit Kindern unterschiedlicher Begabung
3. Grundlagen bilden für:
Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder; durch Religiosität, Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte
Sprach- und medienkompetente Kinder; durch Gespräche, Literatur, Medien, Informations- und Kommunikationstechnik
Fragende und forschende Kinder; interessiert an Naturwissenschaft, Technik, Mathematik und Umwelt
Künstlerisch aktive Kinder; durch Ästhetik, Kunst, Kultur und Musik
Starke Kinder; durch Bewegung, Rhythmik, Tanz, Sport und Gesundheit
4. Die Qualität sichern und weiterentwickeln:
Mitwirken der Kinder am Bildungs- und Erziehungsgeschehen (Partizipation)
Lernprozesse des Kinder und der Gruppe begleiten und stärken
Beteiligung der Eltern, Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen
Beobachtung des einzelnen Kindes und der Gesamtentwicklung der Einrichtung